Die Entwicklung bei Hellweg ist für die Arbeitsgemeinschaft für Arbeit (AfA) Dortmund ein schwerer Schlag. Die Dortmunder Unternehmenszentrale wird geschlossen, gleichzeitig werden einzelne Märkte an neue Betreiber übergeben. Damit stehen zahlreiche Arbeitsplätze und berufliche Perspektiven auf dem Spiel.
„Hellweg ist vor 55 Jahren in Dortmund gegründet worden. Generationen von Beschäftigten haben dieses Unternehmen mit ihrer Arbeit aufgebaut und geprägt. Jetzt darf es nicht sein, dass die Beschäftigten am Ende die Rechnung für die wirtschaftliche Entwicklung bezahlen müssen“, erklärt Ulrich Piechota, Vorsitzender der AfA Dortmund.
Besonders kritisch sieht die AfA die Situation in Dortmund. Die Schließung der Unternehmenszentrale bedeutet für die dort Beschäftigten einen tiefen Einschnitt. Gleichzeitig gibt es bei den Dortmunder Märkten Chancen auf eine Fortführung. Für die AfA ist deshalb jetzt entscheidend, dass alle Möglichkeiten genutzt werden, Arbeitsplätze zu erhalten und den Beschäftigten Perspektiven zu geben.
Piechota: „Die Beschäftigten sind keine Insolvenzmasse. Hinter jedem Arbeitsplatz stehen Menschen, Familien und persönliche Lebensplanungen. Wer über die Zukunft von Hellweg entscheidet, muss deshalb auch Verantwortung für die Menschen übernehmen.“
Dabei nimmt die AfA auch die Stadt Dortmund und Oberbürgermeister Alexander Kalouti in die Pflicht.
„Natürlich kann die Stadt eine Insolvenz nicht verhindern. Aber sie kann Gespräche führen, vermitteln und ihre politischen Möglichkeiten nutzen. Deshalb erwarten wir vom Oberbürgermeister, dass er sich für die Hellweg-Beschäftigten starkmacht und den Erhalt von Arbeitsplätzen in Dortmund zur Chefsache macht.“
Die AfA fordert insbesondere:
- den größtmöglichen Erhalt der Arbeitsplätze in Dortmund,
- tragfähige Perspektiven für Beschäftigte bei Übernahmen,
- die konsequente Einbindung von Beschäftigten und Gewerkschaft,
- die Sicherung von Tarifbindung und guten Arbeitsbedingungen,
- sowie einen aktiven Dialog zwischen Stadt, Insolvenzverwaltung, Investoren, Beschäftigten und Gewerkschaft.
„Dortmund darf bei der Zukunft von Hellweg nicht nur zuschauen. Hellweg ist ein Stück Dortmunder Wirtschaftsgeschichte – vor allem aber sind die Beschäftigten ein Teil dieser Stadt. Sie verdienen jetzt mehr als warme Worte: Sie verdienen Solidarität, Unterstützung und konkrete Perspektiven“, so Piechota.
Die AfA Dortmund erklärt sich ausdrücklich solidarisch mit den Hellweg-Beschäftigten. „Wir werden die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen. Für uns gilt: Gute Arbeit, sichere Arbeitsplätze und Mitbestimmung dürfen nicht dem Rotstift geopfert werden.“
Aus Tradition solidarisch. Aus Überzeugung kämpferisch.