In der Stichwahl zur Oberbürgermeisterwahl hat Dortmund am Sonntag entschieden – knapp zugunsten des CDU-Kandidaten und damit gegen Thomas Westphal. Obwohl Thomas Westphal mit einem deutlichen Vorsprung in die Stichwahl gegangen war, gelang es lediglich rund 11.000 Stimmen zusätzlich aus dem Lager der Grünen und der Linkspartei zu mobilisieren. Alexander Omar Kalouti hingegen konnte rund 44.000 Stimmen aus dem Umfeld von Martin Cremer und der AfD auf sich vereinen.
Für uns Sozialdemokrat:innen in Dortmund ist dieses Ergebnis eine bittere Niederlage. Auch wenn der Bundestrend und der erstarkende Rechtspopulismus Gegenwind erzeugt haben, haben andere Städte in NRW gezeigt, dass es möglich ist, die Menschen von den eigenen Kandidatinnen und Konzepten zu überzeugen. Uns ist das nicht gelungen.
Besonders in Dortmund standen wir vor erheblichen Herausforderungen und waren mit einer beispiellosen, auch persönlich geführten medialen Kampagne gegen unseren Kandidaten konfrontiert. Dennoch ist es uns letztlich nicht gelungen, die Stimmung ausreichend zu drehen.
Diese Situation darf nicht schöngeredet werden. Wir müssen analysieren, was wir als Partei aus diesem Ergebnis lernen können und wie wir uns in unserer neuen Rolle aufstellen. Der Vorstand wird sich hierfür bewusst Zeit nehmen und die Wahl in Ruhe auswerten.
Gleichzeitig ist hervorzuheben: Im Rat sind wir erneut stärkste Kraft geworden und haben damit erneut den klaren Auftrag der Wähler*innen erhalten, Dortmund weiterhin aktiv zu gestalten. Dieser Verantwortung werden wir selbstverständlich nachkommen.
Besonders wichtig ist uns eines: Das Ergebnis lag nicht am Wahlkampf oder am Engagement unserer Mitglieder. Selten zuvor haben wir die SPD in Dortmund so geschlossen, so diszipliniert und mit so viel Kraft und Herz kämpfend erlebt. Dafür gilt allen Engagierten ein aufrichtiger Dank.
Unsere Überzeugung steht: Wenn wir bei den kommenden Wahlen erneut mit dieser Geschlossenheit und Entschlossenheit antreten, wird ein CDU-geführtes Rathaus in Dortmund nur eine kurze Episode bleiben.
Das Projekt Kommunalwahl 2030 beginnt jetzt.