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Solidaritätserklärung der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen an die Streikenden im Einzelhandel

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Am vergangenen am 1. September ist die fünfte Verhandlungsrunde wieder ohne einen entscheidenden Durchbruch beendet worden. Die Arbeitgeberseite hat sich wie in den vier Runden davor nur minimal bewegt. Seit Mai spielt die Arbeitgeberseite auf Zeit und legt kein ernsthaftes Angebot vor. Das ist ein Zeichen von Respektlosigkeit, Eure Forderungen nach angemessenen Lohnerhöhungen sind mehr als gerechtfertigt. Ihr seid es, die für das auch 2020 erzielte Umsatzplus im Einzelhandel verantwortlich seid, und es ist eine Mär der Arbeitgeber dies nur dem Internethandel zuzurechnen.

Ihr ward es, die gerade im vergangenen Jahr in kein Homeoffice gehen konntet, und die Möglichkeit wegen eures  Job`s an Corona zu erkranken in Kauf nehmen musstet, um die Versorgung der Menschen in diesem Land zu gewährleisten. Aber auch unabhängig von Corona arbeitet ihr seit langem unter erheblichen Arbeitsdruck und das oft nur für einen minimalen Lohn. Deswegen noch einmal: Es geht nicht um Almosen – es geht um Grundsätzliches: Die Beschäftigten des Einzelhandels haben ein Recht für ihre Arbeit gerecht bezahlt zu werden und damit auch vor Armut im Alter geschützt zu werden. Und deswegen ist eure Forderung nach der Allgemeinverbindlichkeit eures Tarifvertrages mehr als gerechtfertigt, denn die Zahl der Tariffreien Betriebe nimmt immer mehr zu.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

GESTERN HABEN WIR DANKE GESAGT ... an das Gesundheits- und Pflegepersonal in Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen, an die Beschäftigten in Bäckereien und Metzgereien, an die Beschäftigten in Reinigungsbetrieben, im Dienstleistungsbereich, in den Ver- und Entsorgungsunternehmen und vielen mehr, und nicht zuletzt an die Beschäftigten in unseren Lebensmittelläden und Supermärkten für den Einsatz für unsere Gesundheit, Versorgung und Hilfe.

UND HEUTE ... stehen wir als Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD solidarisch an der Seite der Beschäftigten im Einzelhandel für gute Tarifverträge mit anständigen Einkommen, guten Arbeitsbedingungen und die Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages.

Im Namen der Dortmunder AfA und der Vorsitzenden der AfA-NRW der Dortmunder Landtagsabgeordneten Anja Butschkau sagen wir euch IHR SEID ES WERT und wir wünschen euch den Mut weiterzukämpfen und natürlich, dass euer Kampf ein erfolgreicher ist. Tariffragen sind Machtfragen und euer Hiersein heute, ist ein Zeichen eurer Macht.

Werktage müssen besser werden. Natürlich, ökologisch und sozial gerecht.