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Die digitale Schule ist am Phoenix-Gymnasium angekommen

Ist es die Schule von morgen oder doch eher die Schule von heute? Die Stadt Dortmund hat beim Phoenix-Gymnasium in Hörde jedenfalls intensiv in die digitale Infrastruktur investiert und setzt damit einen neuen Standard für die Dortmunder Schulen. Das Landesprogramm Gute Schule 2020 hat dies möglich gemacht. Wie die Landesgelder verwendet wurden, das erfuhr die Landtagsabgeordnete Anja Butschkau (SPD) von Oberbürgermeister Ullrich Sierau bei einem Vor-Ort-Termin am Donnerstag.

 

Das Programm Gute Schule 2020, das die rot-grüne Landesregierung 2016 ins Leben gerufen hatte, unterstützt zwischen 2017 und 2020 die Kommunen in Nordrhein-Westfalen mit 2 Milliarden Euro bei der Sanierung und digitalen Ausstattung der Schulen. Dortmund erhält aus dem Programm 94 Millionen Euro. Davon fließen 18,3 Millionen Euro in schnelles Internet und moderne digitale Unterrichtshilfsmittel an den Schulen. Am Phoenix-Gymnasium wurden für 180.000 Euro Tablet-PCs, digitale Tafeln, Beamer und weiteres Zubehör angeschafft und ein flächendeckendes W-LAN-Netz an der Schule eingerichtet.

 „Das Programm Gute Schule 2020 war eine richtige und wichtige Maßnahme der früheren rot-grünen Landesregierung. Wir ermöglichen dadurch einen modernen Unterricht, der die Schülerinnen und Schüler auf die Herausforderungen des digitalen Wandels vorbereitet“, ist sich Anja Butschkau sicher. „Wir lassen die Kommunen bei dieser wichtigen Aufgabe nicht allein.“ Das Programm sei Butschkau zufolge ein Erfolg. Die Mittel für 2017 seien von den Kommunen komplett abgerufen worden.

 Oberbürgermeister Ullrich Sierau berichtete zuvor mit Stolz, dass „Dortmund vor wenigen Tagen zur digitalsten Stadt Deutschlands gewählt wurde“. Die Digitalisierung spiele nicht nur an den Hochschulen und im Technologiepark eine große Rolle, sondern auch in vielen Dortmunder Unternehmen, gerade auch in Hörde. Daher sei es ihm wichtig, dass auch die Schulen gut ausgestattet werden.

 Als Oberbürgermeister blicke er aber auch in die Zukunft: „Von den Pilotprojekten wie hier am Phoenix-Gymnasium müssen wir nun in die Fläche gehen.“ Insgesamt 155 Schulen sollen in den nächsten Jahren fit für die digitale Zukunft gemacht werden. Und das müsse sich verstetigen, denn nach fünf Jahren werden die Geräte von heute veraltet sein und neue Kosten auf die Stadt zukommen.

 Man müsse nun aber auch die Lehrerinnen und Lehrer mitnehmen, damit diese die neuen Möglichkeiten im Unterricht nutzen. Dazu müsse das Land Schulungen anbieten. Diesen Wunsch nahm Anja Butschkau mit nach Düsseldorf.