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Am Schulbiologischen Zentrum wird Umweltschutz emotional greifbar

Vor drei Jahren wurde im Rombergpark das Schulbiologische Zentrum der Stadt Dortmund neu gebaut. Entstanden ist ein spannender und außergewöhnlicher außerschulischer Lernort, an dem rund 15.000 Schülerinnen und Schüler aus Dortmund und Umgebung pro Jahr im grünen Klassenzimmer hautnah Natur und Umwelt erleben.

Unsere Dortmunder SPD-Landtagsabgeordnete Anja Butschkau und ihr Kollege André Stinka, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion NRW besuchten nun das Schulbiologische Zentrum. Gudrun Weik, die das Zentrum leitet, zeigte den beiden Abgeordneten die Laborklassenzimmer und erklärte ihnen das Konzept dieses außerschulischen Lernorts.

So bietet das Zentrum Unterrichtsangebote für alle Klassenstufen, die sich an den jeweiligen Lehrplänen orientieren. Die Unterrichtseinheiten passen sich zudem an den Verlauf der Jahreszeiten an. Im Frühjahr werden mit den Schülerinnen Schülern zum Beispiel im Garten des Schulbiologischen Zentrums, Kartoffeln ausgesät, um sie im Spätsommer zu ernten.

Während des Besuchs der Abgeordneten mikroskopierte die anwesende Klasse gerade Kleinlebewesen, die sie im Herbstlaub fanden, um nun zu bestimmen, um welche Art es sich bei diesen handelt.

Und die Arbeit lohnt sich, wie Gudrun Weik findet: „Viele Schülerinnen und Schüler, die anfangs skeptisch waren, verlassen uns am Ende das Tags fasziniert.“ Das helfe, bei den Jugendlichen ein Bewusstsein für Umwelt und Natur zu schaffen.

André Stinka war vom Schulbiologischen Zentrum angetan: „Natur und Umwelt werden hier emotional greifbar. Das ist sehr wichtig auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung. Daher brauchen wir auch an anderen Orten solche Lernorte.“

Er wünscht sich, dass man zukünftig noch viel stärker Jugendliche aus den Haupt- und Realschulen erreiche und diese neben dem Naturschutz auch für Klimaschutz zu sensibilisieren.

Anja Butschkau betonte, dass man so tolle Projekte wie das Schulbiologische Zentrum viel stärker positiv hervorheben müsse. „Das gibt es nicht überall. Darauf können wir in Dortmund stolz sein.“

Sie werde sich dafür einsetzen, dass von Landesseite das Schulbiologische Zentrum noch lange gefördert wird. „Auch wenn es zur Zeit einen Lehrermangel an den Schulen gibt, müssen wir uns das leisten. Das Land soll auch zukünftig Lehrerinnen und Lehrer für das Schulbiologische Zentrum abstellen.“

Zur Zeit ordnet das Land 10 Lehrerinnen und Lehrern mit jeweils 80 Stunden pro Jahr ab. Das reiche für täglich zwei Klassen. Hinzu kommt die ganze Stelle für die Schulleitung. Die Stadt Dortmund stellt im Gegenzug das Gebäude, die Ausstattung und den Bustransfer der Schülerinnen und Schüler zur Verfügung.