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SPD trauert um Margot Meyer
Die SPD Innenstadt-West und der Ortsverein Dorstfeld-Mitte trauern um ihr langjähriges Mitglied Margot Meyer, die im Alter von 79 Jahren in der Nacht zum Donnerstag verstarb.
Margot Meyer gehörte der SPD 52 Jahre an. Sie bereicherte die Partei und vor allem Dorstfeld durch ihr unermüdliches Engagement. Dies zeichnete auch ihre Arbeit in der BV Innenstadt-West aus, der sie von 1980 bis 1994 angehörte. Als Anerkennung für diese Tätigkeit wurde ihr die „Ehrennadel der Stadt Dortmund“ vom Rat der Stadt verliehen.
Für ihre Treue zur Partei und die aktive Unterstützung der Arbeit des Ortsvereines und übergeordneter Gremien, etwa der Dortmunder Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF), wurde ihr auf Antrag ihres Ortsvereines die Willy-Brandt-Medaille der Bundespartei verliehen, die am 30.04.2012 durch den Bundestagsabgeordneten Marco Bülow überreicht wurde.
Neben ihrem politischen Engagement war sie auch über viele Jahre eine der Stützen der Kindeferienspiele. So verliert nicht nur die SPD, sondern ganz Dorstfeld mit Margot Meyer ein Vorbild ehrenamtlichen Engagements.
Unser Kandidat für den Landtag
Westfälische Rundschau
Bilden Sie sich selbst Ihre Meinung zu Günter Grass' Gedicht!
"Warum schweige ich, verschweige zu lange,
was offensichtlich ist und in Planspielen
geübt wurde, an deren Ende als Überlebende
wir allenfalls Fußnoten sind.
Es ist das behauptete Recht auf den Erstschlag,
der das von einem Maulhelden unterjochte
und zum organisierten Jubel gelenkte
iranische Volk auslöschen könnte,
weil in dessen Machtbereich der Bau
einer Atombombe vermutet wird.
Doch warum untersage ich mir,
jenes andere Land beim Namen zu nennen,
in dem seit Jahren - wenn auch geheimgehalten -
ein wachsend nukleares Potential verfügbar
aber außer Kontrolle, weil keiner Prüfung
zugänglich ist?
Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes,
dem sich mein Schweigen untergeordnet hat,
empfinde ich als belastende Lüge
und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt,
sobald er missachtet wird;
das Verdikt "Antisemitismus" ist geläufig.
Jetzt aber, weil aus meinem Land,
das von ureigenen Verbrechen,
die ohne Vergleich sind,
Mal um Mal eingeholt und zur Rede gestellt wird,
wiederum und rein geschäftsmäßig, wenn auch
mit flinker Lippe als Wiedergutmachung deklariert,
ein weiteres U-Boot nach Israel
geliefert werden soll, dessen Spezialität
darin besteht, allesvernichtende Sprengköpfe
dorthin lenken zu können, wo die Existenz
einer einzigen Atombombe unbewiesen ist,
doch als Befürchtung von Beweiskraft sein will,
sage ich, was gesagt werden muss.
Warum aber schwieg ich bislang?
Weil ich meinte, meine Herkunft,
die von nie zu tilgendem Makel behaftet ist,
verbiete, diese Tatsache als ausgesprochene Wahrheit
dem Land Israel, dem ich verbunden bin
und bleiben will, zuzumuten.
Warum sage ich jetzt erst,
gealtert und mit letzter Tinte:
Die Atommacht Israel gefährdet
den ohnehin brüchigen Weltfrieden?
Weil gesagt werden muss,
was schon morgen zu spät sein könnte;
auch weil wir - als Deutsche belastet genug -
Zulieferer eines Verbrechens werden könnten,
das voraussehbar ist, weshalb unsere Mitschuld
durch keine der üblichen Ausreden
zu tilgen wäre.
Und zugegeben: ich schweige nicht mehr,
weil ich der Heuchelei des Westens
überdrüssig bin; zudem ist zu hoffen,
es mögen sich viele vom Schweigen befreien,
den Verursacher der erkennbaren Gefahr
zum Verzicht auf Gewalt auffordern und
gleichfalls darauf bestehen,
dass eine unbehinderte und permanente Kontrolle
des israelischen atomaren Potentials
und der iranischen Atomanlagen
durch eine internationale Instanz
von den Regierungen beider Länder zugelassen wird.
Nur so ist allen, den Israelis und Palästinensern, mehr noch, allen Menschen, die in dieser vom Wahn okkupierten Region dicht bei dicht verfeindet leben und letztlich auch uns zu helfen."



